vortrag we mu 220602

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Published on June 18, 2007

Author: WoodRock

Source: authorstream.com

Slide1:  Slide2:  Vier Berichte seit 1990: - Klimarahmenkonvention von Rio 1992 Grundlage internationaler klimapolitischer Übereinkommen: Klimaberichte des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) - Wichtigste Zusammenfassung des internationalen klimawissenschaftlichen Erkenntnisstandes - Kyoto-Protokoll 1997 und jeweilige nationale Klimapolitiken - Climate Change (1990) - Climate Change 1992 - Second Assessment Report (SAR) 1996 - Third Assessment Report (TAR) 2001 Allgemeine Tendenz der Berichte, den menschlichen Einfluss auf das Klima in einem immer dramatischeren Licht erscheinen zu lassen, insbesondere in den sog. „Summary for Policymakers' (SPMs) Slide3:  - Die 1990er Jahre waren das wärmste Jahrzehnt der letzten 1000 Jahre Kernaussagen des Third Assessment Reports (TAR) 2001 - Der größte Teil der beobachteten Erwärmung der letzten 50 Jahre ist wahrscheinlich auf die Treibhausgase zurückzuführen - Bis zum Jahr 2100 ist mit einer Erwärmung von 1,4 bis 5,8 °C zu rechnen Slide4:  - Grundlage sind zwei Veröffentlichungen Ende der 90er Jahre, die das bisherige klimatologische Wissen zu revidieren suchen „Die 1990er Jahre waren das wärmste Jahrzehnt der letzten 1000 Jahre' - Negiert die Existenz der sog. MWP und der LIA, die in zahlrei- chen Veröffentlichungen gut belegt sind - Zieht Schlussfolgerungen aus isolierten Proxydaten, die keine globale Repräsentativität aufweisen - Vergleicht Proxydaten mit instrumentellen Messungen in den letzten Jahrzehnten; vergleicht nicht vergleichbare Daten - Bezeichnend ist Tendenz des IPCC wissenschaftliche Ergeb- nisse herauszustreichen, die dramatisierend wirken, andere hingegen herunterzuspielen Slide5:  „Der größte Teil der beobachteten Erwärmung der letzten 50 Jahre ist wahrscheinlich auf die Treibhausgase zurückzuführen' TAR, Oktober 2000: „It is likely that increasing concentrations of anthropogenic greenhouse gases have contributed substantially to the observed warming over the last 50 years' TAR, April 2000: „There has been a discernible human influence on global climate' 1996 SAR: „The balance of evidence suggests that there is a discernible human influence on global climate' TAR SPM, Januar 2001: „Most of the observed warming over the last 50 years is likely to have been due to the increase in greenhouse gas concentrations' Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zwischen Oktober 2000 und Januar 2001? Tim Higham, Sprecher des UN Environment Program: „There was no new science, but the scientists wanted to present a clear and strong message to policy makers' IPCC SPM: Politik oder Wissenschaft? Slide6:  - Rein formal hat sich das Klima zwischen 1950 und 1976 abgekühlt und erst seit 1977 erwärmt (siehe Eiszeit-Diskussion der 1970er Jahre) Ist die Erwärmung der letzten 50 Jahre überwiegend auf Treibhausgase zurückzuführen? - Erwärmung seit 1977 entscheidend durch ENSO mitgeprägt (beson- ders 1998, das angeblich wärmste Jahr des Jahrtausends) - Erwärmung seit 1977 ferner durch Zirkulationsanomalien bes. in der NH entscheidend mitgeprägt: - Satellitendaten und Radiosondendaten zeigen keine globale Erwär- mung seit 1980, sondern eine starke Erwärmung der mittleren Breiten 35 - 65 °N der NH, bes. im Winterhalbjahr (regional verstärkt über Westkanada, Mitteleuropa und Sibirien/Mongolei) - Ursache positive Phase der NAO/AO; THGs werden als Faktor nicht ernsthaft diskutiert - Solare Parameter haben möglicherweise in den vergangenen Jahr- zehnten ebenfalls eine bedeutende Rolle gespielt (z. B. Svensmark und Friis-Christensen, Lockwood, Lean etc.) Satellitentemperaturtrends 1979 bis 2001; Breitenkreismittel :  Satellitentemperaturtrends 1979 bis 2001; Breitenkreismittel Troposphärische Temperaturen in der Nordhemisphäre und der SOI 1961 bis 2000: Warme El Niños und kühle La Niñas:  Troposphärische Temperaturen in der Nordhemisphäre und der SOI 1961 bis 2000: Warme El Niños und kühle La Niñas El Niño - Winter-SOI - La Niña Intensität des polaren Vortex und Troposphären-Temperaturen der mittleren Breiten 40 - 60 °N im Winter (1976 bis 2000):  Intensität des polaren Vortex und Troposphären-Temperaturen der mittleren Breiten 40 - 60 °N im Winter (1976 bis 2000) Temperaturen und Extremniederschläge in Deutschland seit 1953:  Temperaturen und Extremniederschläge in Deutschland seit 1953 Quelle: Deutscher Wetterdienst, Klimatologische Werte für das Jahr Trends of summer precipitation totals in Germany since 1953:  Trends of summer precipitation totals in Germany since 1953 Source: Linke and Baur, Meteorologisches Taschenbuch, 1962, and up-dates, Free University of Berlin Trends of extreme precipitation in Germany since 1953:  Trends of extreme precipitation in Germany since 1953 Source: German Weather Service, Annual Climatological Data Wintertemperaturen und Sturmhäufigkeit in Deutschland seit 1956:  Wintertemperaturen und Sturmhäufigkeit in Deutschland seit 1956 Quelle: Deutscher Wetterdienst, Klimatologische Werte für das Jahr Gewitterhäufigkeit und warme Sommertage in Südwestdeutschland seit 1953:  Gewitterhäufigkeit und warme Sommertage in Südwestdeutschland seit 1953 Quelle: Deutscher Wetterdienst, Klimatologische Werte für das Jahr „Bis zum Jahr 2100 ist mit einer Erwärmung von 1,4 bis 5,8 °C zu rechnen“:  „Bis zum Jahr 2100 ist mit einer Erwärmung von 1,4 bis 5,8 °C zu rechnen' IPCC 1990 IPCC 1992 IPCC 2001 Observed SA90 IS92A SRES 1980 - 2000 Projected Temperature Increase (°C per dec) .30 .25 .14 - .58 .00 - .15 )4 Greenhouse Forcing (in W m-² dec-¹) .75 .60 .41 - .91 .40 )3 CH4 Concentration (increase in % pa) .87 .68 -.12 - .78 .30 - .40 )2 CO2 Concentration (increase in % pa) .80 .75 .36 - .96 .40 )1 )1 From Mauna Loa data )2 Higher in the 1980s, lower in the 1990s, following Dlugokencky et al, 1998 )3 Higher in the 1980s, lower in the 1990s, following Hansen et al, 2000 )4 The lower value is radiosonde and satellite data of troposphere 0 - 8 km, the higher surface data Slide16:  Growth rates of GHG Forcing (Wm-2 dec) Source: Hansen and Sato, 2001 Slide17:  Sind die Klimaprognosen des IPCC im TAR realistisch? - Größere Erwärmung im TAR statt ca. 3,0 auf jetzt 5,8 °C kein Ergebnis neuerer Erkenntnisse der Klimaforschung, sondern unrealistischer, aber politisch gewollter Spurengasszenarien (sog. Klimasensitivität gegenüber einer CO2-Verdoppelung bleibt unverändert bei etwa 2,5 °C) - TAR-Szenarien im Lichte beobachteter Trends teilweise grob unrealistisch; keine sinnvolle und belastbare Grundlage für die Abschätzung von Klimatrends für die nächsten Jahrzehnte - Extrapolation beobachteter Trends sowohl der Spurengas- konzentrationen, des Treibhausgasforcings und der globalen Temperaturen deuten auf einen Klimawandel hin, der erheblich unterhalb der unteren Bandbreite des IPCC liegt, auch wenn der Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte vollständig auf die Wirkung der THGs zurückzuführen wäre - Dies ist allerdings wenig wahrscheinlich (siehe oben) Slide18:  Welchen Einfluss hat die Umsetzung des Kyoto-Protokolls auf die Klimaentwicklung bis 2100? - Die vollständige Umsetzung des Klimaschutzprotokolls von Kyoto verringert die erwartete Erderwärmung bis zum Jahr 2100 etwa um 0,1°C, weniger für „Kyoto light' (Bonn/Marrakesch 2001) - Dies entspricht in etwa der Messgenauigkeit der globalen Mitteltemperatur - Ergo: Keine messbaren Auswirkungen auf die Umwelt - Aber: Wahrscheinlich sehr hohe Umsetzungskosten - Ergebnis: Kein Gewinn für die Umwelt, hohe wirtschaftliche Belastung Slide19:  Resümee - IPCC TAR (und besonders das SPM) stellt keine belastbare und glaubwürdige Beurteilungsgrundlage für Klimaänderungen bis 2100 dar - Ursache u. a. Ignoranz beobachteter Trends der letzten Jahr-zehnte - IPCC stellt deshalb keine Grundlage für drastische klimapoli- tische Maßnahmen dar - Auswirkungen klimapolitischer Maßnahmen (Kyoto, Kyoto „light') auf das Klima bis 2100 vernachlässigbar - Politische Einflussnahme bestimmt Kernaussagen der IPCC SPMs - Natürliche Parameter hatten einen erheblichen Einfluss auf die Klimaentwicklung der letzten Jahrzehnte - Auch wenn die beobachteten Emissions-, Forcing- und Tempe- raturtrends bis 2100 andauerten, stiege die globale Temperatur um weniger als die untere IPCC-Bandbreite

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