"TK spezial" Sachsen-Anhalt 4-2013

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Information about "TK spezial" Sachsen-Anhalt 4-2013

Published on January 13, 2014

Author: TK_Presse

Source: slideshare.net

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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Sachsen-Anhalt.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

Informationsdienst der techniker Krankenkasse sachsen-anhalt Inhaltsverzeichnis Nr. 4 /Dezember 2013 Wanderaktion am Tag der Deutschen Einheit Magdeburger Läufer treten gegen Diabetes an Hepatitis C – die weltweit häufigste Infektionskrankheit Forsa-Umfrage: Wunsch nach einheitlichem Krankenversicherungsmarkt Nahezu jeder Sechste in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen (16,7 Prozent) wünscht sich einen einheitlichen Versicherungsmarkt, in dem alle Anbieter zu gleichen Bedingungen agieren und sich alle Bürger frei zwischen den möglichen Anbietern entscheiden können. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Selbst unter den Privatversicherten spricht sich nur knapp jeder Dritte (32 Prozent) dafür aus, die bestehende Zweiteilung der Krankenversicherung beizubehalten. Die Mehrheit der Menschen hierzulande spricht sich außerdem dafür aus, dass die privaten Krankenversicherungen ihre Probleme selbst lösen sollten. Nicht einmal jeder Vierte (23 Prozent) vertritt die Meinung, der Gesetzgeber sollte einschreiten, um die Situation der privaten Krankenversicherung zu stabilisieren. 61 Prozent erklären hingegen, für Problemlösungen sollten die privaten Versicherungsunternehmen selbst sorgen. Diese Ansicht vertritt sogar mehr als jeder zweite Privatversicherte (56 Prozent). Fragen zum Thema „Pflege“ haben gezeigt, dass nur etwa zehn Prozent der Menschen aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ihr Risiko, später einmal pflegebedürftig zu werden, als gering einschätzen. Deutschlandweit ist es etwa jeder Vierte. Kommentar Das vorliegende Befragungsergebnis zeigt, dass für eine Mehrheit der Menschen die Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung nicht mehr zeitgemäß ist. Sie möchten vielmehr selbst entscheiden, wie sie sich für den Krankheitsfall absichern. Ein einheitlicher Versicherungsmarkt darf hier jedoch nicht mit einer Einheitskasse verwechselt werden – unser System braucht den Wettbewerb. Dass über die Hälfte der Versicherten ihre Krankenkasse auch als ihren Interessenvertreter wahrnimmt, zeigt uns, dass das System der gesetzlichen Krankenversicherung auf große Akzeptanz trifft. Auch deshalb wird unsere beratende und unterstützende Funktion zukünftig weiter ausgebaut. Freilich reicht eine gute Beratung allein nicht aus. Versicherte müssen lernen, selbst mehr für ihre Gesundheit zu tun. Die Ergebnisse der Befragung sprechen eine eindeutige Sprache. Demnach geht hier jeder Fünfte davon aus, dass er später einmal pflegebedürftig sein wird. Fast jeder Zweite hat jedoch angegeben, bisher keine private Vorsorge für diesen Fall getroffen zu haben. Jens Hennicke Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt

sachsen-anhalt Jeder Fünfte (20 Prozent) geht sogar persönlich von einem erhöhten Pflegerisiko aus. Demgegenüber gibt fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen an, dass sie für den Fall einer möglichen Pflegebedürftigkeit noch gar nicht privat vorgesorgt hat. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Über die Hälfte der Menschen in Mitteldeutschland (55 Prozent) nimmt ihre Krankenkasse als Interessenvertreter der Versicherten wahr – noch vor den Verbraucherzentralen (38 Prozent), Patientenverbänden (28 Prozent) und der Politik (18 Prozent). Nur die Hausärzte liegen mit einem Wert von 68 Prozent vor den gesetzlichen Kassen. Im August 2013 hat Forsa im Auftrag der TK bevölkerungsrepräsentativ 1.001 Erwachsene in Deutschland zu aktuellen Gesundheitsthemen befragt. Hepatitis C – die weltweit häufigste Infektionskrankheit Erkrankungen der Leber mit Hepatitis-C-Viren gehören weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten. 2012 wurden allein in Deutschland 4.982 Fälle erstdiagnostizierter Hepatitis C übermittelt. Die Erkrankung trat bei Männern deutlich öfter (7,7 pro 100.000 Einwohner) auf, als bei Frauen (4,4). Die meisten Fälle (15,7 pro 100.000 Einwohner) wurden in Berlin festgestellt. Sachsen-Anhalt lag mit 4,6 Erstdiagnosen unter dem Bundesschnitt von 6,1. Die meisten Hepatitis-C-Infektionen wurden im Landkreis Harz sowie den Städten Halle und Magdeburg diagnostiziert. Das meldet die Techniker Krankenkasse in Sachsen-Anhalt und beruft sich dabei auf Auswertungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Hauptsächlich infizieren sich Betroffene über verunreinigte Injektionsnadeln, invasive medizinische Eingriffe und über die Bluttransfusion mit kontaminiertem Blut. Etwa 80 Prozent der Leberentzündungen durch Hepatitis-C-Viren verlaufen chronisch und haben schwerwiegende Erkrankungen wie Leberzirrhosen oder Krebs zur Folge. Der Tod durch das Leberzellkarzinom rangiert weltweit auf Platz drei der krebsbedingten Todesursachen, so die TK. Außerdem ist die chronische Hepatitis C der häufigste Grund für Lebertransplantationen. Bisher gibt es keinen wirksamen Impfstoff gegen Hepatitis C. Auch nach einer ausgeheilten Hepatitis C ist eine erneute Ansteckung möglich. Deshalb ist der Schutz vor einer Infektion umso wichtiger. Die TK empfiehlt Menschen, die mit Hepatitis C infiziert sind, möglicherweise kontaminierte Gebrauchsgegenstände wie beispielsweise Rasierklingen, Rasierapparate, Nagelscheren, Zahnbürsten nicht gemeinsam mit anderen Menschen zu benutzen. Um eine Ansteckung des Partners zu vermeiden, sollte Geschlechtsverkehr nur unter Kondomschutz erfolgen. Mütter mit einer Hepatitis-CInfektion sollten unter Umständen auf das Stillen ihrer Kinder verzichten. Personen, die Drogen konsumieren, sollten Spritzen nicht gemeinsam benutzen. Information Ende einer Ära: Krankenversichertenkarte verliert Gültigkeit Die Krankenversichertenkarte (KVK) verliert nach fast 20 Jahren zum 31. Dezember 2013 ihre Gültigkeit. Das haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKVSpitzenverband vereinbart. Ab 2014 ist nur noch die elektronische Gesundheitskarte (eGK) als Versicherungsnachweis anerkannt. Für Einzelfälle wurde eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2014 vereinbart. In dieser Zeit kann der Arzt darüber entscheiden, ob er im Einzelfall mit der alten KVK noch arbeiten und abrechnen möchte. Die Krankenkassen wurden gesetzlich verpflichtet, im Jahr 2011 mindestens zehn Prozent und im Jahr 2012 weitere 60 Prozent ihrer Versicherten mit einer eGK auszustatten. Bei Nichterfüllung drohten Sanktionszahlungen. Die TK hat die Zielvorgaben jeweils erfolgreich erfüllt. Inzwischen besitzen 92 Prozent der TK-Versicherten eine eGK. Selbstverständlich besteht der Leistungsanspruch gegenüber der TK auch ohne eGK. TK-Versicherte haben die Möglichkeit, innerhalb von zehn Tagen nach der Behandlung einen gültigen Versicherungsnachweis nachzureichen. Falls dies nicht erfolgt, kann der Arzt die Behandlung privat in Rechnung stellen. Mehr Informationen unter www.tk.de, Webcode 028150. TK spezial 4 / 2013 2

sachsen-anhalt Wanderaktion am Tag der Deutschen Einheit Als Riesenerfolg kann man den gemeinsamen Wandertag am 3. Oktober in Altenbrak verbuchen, der von radio SAW, der Techniker Krankenkasse (TK) und dem Harzer Tourismusverband organisiert wurde. Über tausend Wanderfreudige folgten dem Aufruf des Senders und trafen sich bei herrlichem Wetter am vereinbarten Startpunkt am Harzer-Hexen-Stieg. Dieser Wanderweg ist der erste gesamtdeutsche Wanderweg, der am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, sein zehnjähriges Jubiläum feierte. Da dieser Wanderweg als Gemeinschaftsprojekt des Harzer Tourismusverbands und des Harzclubs ins Leben gerufen wurde, ließen die professionellen Wanderführer es sich nicht nehmen, die Wanderungen fachkundig zu begleiten. Ob kurz oder lang – ob jung oder alt Die angereisten Wanderfreunde konnten zwischen einer kurzen (3,5 km) Strecke oder einem etwas anspruchsvolleren Weg (ca. 13 km) wählen. Die kurze Wanderstrecke war insbesondere für Familien mit Kindern interessant. Diese Wanderroute ist der sogenannte Weg der Lieder und Reime. An Parkbänken oder Baumstümpfen sind Textanfänge von Liedern und Gedichten eingezeichnet, die die Wanderfreunde dann vervollständigen sollen. Eigens dafür wurden für die nicht ganz Textsicheren vom Harzer Tourismusverband Liederhefte ausgegeben. Radio-Moderator Volker Haidt begleitete diese Wandergruppe und ließ es sich auch nicht nehmen, gemeinsam mit Kindern und Eltern ein Wanderliedchen zu trällern. Klettern macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund. Es erfordert Kraft, Geschicklichkeit und Koordinationsvermögen, trainiert aber auch die Muskeln der Arme, Beine und des Rückens. Gesichert durch die Betreuer der TK konnten die Besucher des Wandertags die stolze Höhe von fünf Metern erklimmen. Die längere Wanderstrecke auf dem Harzer-Hexen-Stieg führte direkt am wunderschönen Bodetal vorbei. Am Stemberghaus, einem bekannten Wanderziel im Harz, wurde Rast eingelegt und nach einer kleinen Stärkung ging es dann zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Hier erwartete alle Besucher ein buntes Familienfest, gestaltet von radio SAW und der TK. Gesundheit für Deutschland Während der Radiosender für musikalische Unterhaltung sorgte, bot die TK unter dem Motto „Gesundheit für Deutschland“ verschiedene Stationen zur sportlichen Betätigung oder Überprüfung des Gesundheitszustands an. Die Kletterwand und die sogenannte T-Wall, an der Reaktionsgeschwindigkeit gefordert war, waren echte Publikumsmagneten. An anderen Stationen konnte man seine eigene Körperbalance testen oder sein Lungenvolumen überprüfen lassen. Erfahrene Sportwissenschaftler und Ärzte werteten die Ergebnisse vor Ort aus und gaben Ratschläge, wie man gesundheitliche Defizite ausgleichen bzw. verbessern könnte. „Wir wissen, dass Wandern voll im Trend liegt und dass immer mehr Jüngere sich diesem Volkssport widmen. Dass wir letztendlich jedoch so viele Erwachsene und Kinder dazu begeistern konnten, hat unsere kühnsten Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen. Unser Ziel, Leute in Bewegung zu bringen, haben wir voll und ganz erreicht“, kommentiert Jens Hennicke, Leiter der Landesvertretung der TK dieses Event. Über 1000 Wanderfreunde fanden sich in Altenbrak ein, um gemeinsam mit TK und Radio SAW zu wandern. Das bestätigt den Trend, dass sich Wandern immer größerer Beliebtheit erfreut. Immerhin wandern einer Studie des Allensbacher-Instituts zufolge mittlerweile über 63 Prozent der Bevölkerung. Das Durchschnittsalter liegt bei 42 Jahren. TK spezial 4 / 2013 3

sachsen-anhalt Magdeburger Läufer treten gegen Diabetes an Eine aktuelle Studie der TK zeigt, dass Sachsen-Anhalter fast 34 Prozent mehr Medikamente gegen Diabetes einnehmen als der Bundesdurchschnitt. Kann mehr Sport helfen, weniger Tabletten gegen die Zuckerkrankheit schlucken zu müssen? Ja, er kann! Das beweist zum Beispiel das deutschlandweit größte Laufprogramm für Diabetiker. Dieses Laufprogramm „Diabetes Programm Deutschland“ (DPD) gibt es seit 2011 und in diesem Jahr wird es von der Techniker Krankenkasse unterstützt. Im August dieses Jahres hat sich auch in Magdeburg eine Laufgruppe mit Diabetespatienten unterschiedlichen Alters gegründet, die sich zweimal in der Woche zum Trainieren treffen. Die meisten von ihnen haben vorher nur sehr selten oder sogar nie Sport gemacht. „Deshalb steigern wir das Laufpensum nur ganz langsam. Wir haben mit einem Kilometer Walken angefangen. Mittlerweile sind wir bei vier Kilometern mit einzelnen Laufintervallen, je nach Leistungsvermögen. Regelmäßigkeit und soziale Komponente in der Truppe sind enorm wichtig, denn jeder Teilnehmer kann sofort damit beginnen, etwas für seine Gesundheit zu tun. Das ist Voraussetzung für Veränderung“, so Uwe Haake, Trainer der Laufgruppe. Mit dabei beim Magdeburg-Marathon Initiator und Koordinator der Laufgruppe ist der Endokrinologe, Diabetologe und Nuklearmediziner Dr. Jochen Mundschenk. Selbst betroffen von dieser Krankheit weiß er, dass gerade bei Diabetes Sport die beste Medizin ist. „Studien zeigen, dass Diabetiker durch mehr Bewegung die Einnahme von Medikamenten reduzieren können. Bei Typ-2-Diabetikern besteht sogar die Chance, auf bestimmte Antidiabetika zu verzichten“, so Mundschenk. Größter Erfolg der Laufgruppe war bisher die Teilnahme am Magdeburg-Marathon am 20. Oktober über die 4,2 km Strecke. Alle Läufer, die dafür trainiert hatten, konnten die Strecke mühelos bewältigen. Der Erfolg spornt an weiterzutrainieren. Weitere Informationen zur Laufgruppe gibt es auf www.gesund-sport.de. Mehr zum Thema „Diabetes Programm Deutschland“ hält die Seite www.diabetes-programm-deutschland.de bereit. Interessierte Läufer aus Magdeburg können sich unter mlv-einheit.de anmelden. Impressum Herausgeber: Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Sachsen-Anhalt Olvenstedter Straße 66, 39108 Magdeburg Verantwortlich: Jens Hennicke Redaktion: Arlett Dölle, Heike Grodde Telefon: 0391 - 7 39 44    0 -0 Telefax: 0391 - 7 39 44    4 -4 E-Mail: lv-sachsen-anhalt@tk.de Twitter: www.twitter.com/TKinST Internet: www.tk.de/lv-sachsenanhalt Service Sport für die Gesundheit Auch die TK ist vom „Diabetes Programm Deutschland“ überzeugt. Deshalb werden alle TK-versicherten Interessenten und Teilnehmer an der Laufgruppe auch finanziell unterstützt. Die Kosten für die Teilnahme werden bis zu 85 Prozent übernommen. Weitere Kurse, in denen Sie aktiv etwas für Ihre Gesundheit tun können und die von der TK bezuschusst werden, finden Sie im Internet unter www.tk.de, Webcode 40180.

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