"TK spezial" Sachsen 4-2013

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Information about "TK spezial" Sachsen 4-2013

Published on January 13, 2014

Author: TK_Presse

Source: slideshare.net

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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Sachsen.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

Informationsdienst der techniker Krankenkasse sachsen Inhaltsverzeichnis Nr. 4 /Dezember 2013 Mehrheit für einheitlichen Krankenversicherungsmarkt TK versichert immer mehr Sachsen Eine Million Euro täglich für die Gesundheit Homöopathie in Großstädten besonders beliebt Forsa-Umfrage: Mehrheit der Deutschen spricht sich für einheitlichen Krankenversicherungsmarkt aus Sechs von zehn Menschen in Mitteldeutschland (62 Prozent) wünschen sich einen einheitlichen Versicherungsmarkt, in dem alle Anbieter zu gleichen Bedingungen agieren und sich alle Bürger frei zwischen den Anbietern entscheiden können. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Selbst unter den Privatversicherten spricht sich nur knapp jeder Dritte (32 Prozent) dafür aus, die bestehende Zweiteilung der Krankenversicherung beizubehalten. Information TK versichert immer mehr Sachsen Seit Anfang des Jahres hat die Techniker Krankenkasse (TK) in Sachsen rund 7.000 neue Versicherte aufgenommen. Insgesamt sind heute über 206.000 Sächsinnen und Sachsen bei der TK krankenversichert. Auch bundesweit ist die zweitgrößte deutsche Krankenkasse weiter auf Expansionskurs. In den vergangenen zweieinhalb Jahren wuchs die TK in Deutschland um mehr als 840.000 auf derzeit rund 8,5 Millionen Versicherte. Eine Million Euro täglich für Gesundheit in Sachsen „Das Ergebnis zeigt, dass für eine große Mehrheit der Deutschen die künstliche Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung nicht mehr zeitgemäß ist“, erklärt Simone Hartmann, Leiterin der TK-Landesvertretung Sachsen. „Die Menschen möchten vielmehr selbst entscheiden, wie sie sich für den Krankheitsfall absichern. Ein einheitlicher Versicherungsmarkt darf deshalb auch nicht mit einer Einheitskasse verwechselt werden. Ein solches System braucht Wettbewerb.“ 2012 beliefen sich die Ausgaben der TK im Freistaat Sachsen auf mehr als 429 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Ausgaben pro Versicherten um knapp 5 Prozent erhöht. Mit 136 Millionen Euro entfiel der größte Teil der Ausgaben auf den Kliniksektor. Für die ambulante ärztliche Behandlung und für Arzneimittel waren es jeweils 85 Millionen Euro. Bundesweit beliefen sich die Leistungsausgaben der Kasse auf 16,1 Milliarden Euro. Für das Jahr 2012 weist die Bilanz der TK ein Plus von 998 Millionen Euro aus (Vorjahr: 973 Millionen Euro). Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht der TK hervor. Der Verwaltungsrat der Kasse hat deshalb den Vorstand beauftragt, angesichts der guten finanziellen Situation die weitere Entwicklung mit dem Ziel zu prüfen, auch für 2014 eine Dividende auszuzahlen.

sachsen Die Mehrheit der Menschen hierzulande spricht sich außerdem dafür aus, dass die privaten Krankenversicherungen ihre Probleme selbst lösen sollten. Nur ungefähr jeder Vierte (23 Prozent) vertritt die Meinung, der Gesetzgeber sollte einschreiten, um die Situation der privaten Krankenversicherung zu stabilisieren. 61 Prozent erklären hingegen, für Problemlösungen sollten die privaten Versicherungsunternehmen selbst sorgen. Diese Ansicht vertritt sogar mehr als jeder zweite Privatversicherte (56 Prozent). Fragen zum Thema „Pflege“ haben gezeigt, dass nur etwa jeder Zehnte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sein Risiko, später einmal pflegebedürftig zu werden, als gering einschätzt. Jeder Fünfte (20 Prozent) geht sogar persönlich von einem erhöhten Pflegerisiko aus. Demgegenüber geben allerdings 44 Prozent der Befragten an, für den Fall einer möglichen Pflegebedürftigkeit noch gar nicht privat vorgesorgt zu haben. „Die Antworten machen deutlich: Zwischen der Problemwahrnehmung und der Bereitschaft, die Probleme eigenverantwortlich anzugehen, herrscht bei vielen Menschen noch immer eine Diskrepanz“, so Hartmann. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: 55 Prozent der Menschen in Mitteldeutschland nehmen ihre Krankenkasse als Interessenvertreter der Versicherten wahr – noch vor den Verbraucherzentralen (38 Prozent), Patientenverbänden (28 Prozent) und der Politik (18 Prozent). Nur die Hausärzte liegen mit einem Wert von 68 Prozent vor den gesetzlichen Kassen. „Die Krankenversicherung der Zukunft muss viel mehr leisten als nur zu bezahlen“, betont Landesvertretungsleiterin Hartmann. „Die Krankenkassen sollten eine beratende Funktion für die Versicherten einnehmen.“ Im August 2013 hat Forsa im Auftrag der TK bevölkerungsrepräsentativ 1.001 Erwachsene in Deutschland zu aktuellen Gesundheitsthemen befragt. Hintergrund Jeder zehnte Mitteldeutsche fordert Abschaffung der privaten Krankenversicherung Auf die Frage nach der Zukunft des Systems der Krankenversicherung in Deutschland bevorzugt die große Mehrheit der Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (62 Prozent) einen einheitlichen Markt, in dem alle Anbieter zu gleichen Bedingungen agieren und sich alle Bürger frei zwischen den Anbietern entscheiden können. 11 Prozent der Mitteldeutschen äußerten bei der Befragung jedoch auch spontan, die private Krankenversicherung (PKV) solle ganz abgeschafft werden. Das ist der höchste Wert für diese unmittelbare Forderung in ganz Deutschland und deutlich höher als im übrigen Bundesgebiet. In Baden-Württemberg äußerte beispielsweise nur ein Prozent der Befragten den Wunsch nach direkter Abschaffung der PKV. TK spezial 4 / 2013 2

sachsen Ende einer Ära: Krankenversichertenkarte verliert Gültigkeit Die Krankenversichertenkarte (KVK) verliert nach fast 20 Jahren zum 31. Dezember 2013 ihre Gültigkeit. Das haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband vereinbart. Ab 2014 ist nur noch die elektronische Gesundheitskarte (eGK) als Versicherungsnachweis anerkannt. Für Einzelfälle wurde eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2014 vereinbart. In dieser Zeit kann der Arzt darüber entscheiden, ob er im Einzelfall mit der alten KVK noch arbeiten und abrechnen möchte. Die Krankenkassen wurden gesetzlich verpflichtet, im Jahr 2011 mindestens zehn Prozent und im Jahr 2012 weitere 60 Prozent ihrer Versicherten mit einer eGK auszustatten. Bei Nichterfüllung drohten Sanktionszahlungen. Die TK hat die Zielvorgaben jeweils erfolgreich erfüllt. Inzwischen besitzen 92 Prozent der TK-Versicherten eine eGK. Selbstverständlich besteht der Leistungsanspruch gegenüber der TK auch ohne eGK. TK-Versicherte haben die Möglichkeit, innerhalb von zehn Tagen nach der Behandlung einen gültigen Versicherungsnachweis nachzureichen. Falls dies nicht erfolgt, kann der Arzt die Behandlung privat in Rechnung stellen. Europaweit gut abgesichert Hier gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) Quelle/Grafik: Techniker Krankenkasse, Stand: Mai 2011 In allen EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen und der Schweiz Hier brauchen Sie einen Auslandskrankenschein Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien, Tunesien, Türkei Information EHIC – die europäische Krankenversicherungskarte Ob Spanien, Frankreich oder Italien: Wer im europäischen Ausland Urlaub macht, sollte seine Europäische Krankenversichertenkarte (EHIC) mitnehmen. Damit können sich Versicherte im Fall der Fälle in vielen Ländern Europas am Urlaubsort behandeln lassen, wenn sie krank werden oder sich verletzen. Eine zusätzliche private Auslandsreisekrankenversicherung kann den Versicherungsschutz ergänzen, sodass beispielsweise auch ein eventuell notwendiger Krankenrücktransport abgedeckt ist. Die EHIC ist auf der Rückseite der TK-Gesundheitskarte aufgedruckt. TK spezial 4 / 2013 3

sachsen Homöopathie in Großstädten besonders beliebt In Sachsen haben bisher fast 4.000 Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) eine homöopathische Behandlung in Anspruch genommen, zwei Drittel davon Frauen. Besonders beliebt ist die alternative Heilmethode in den Großstädten Leipzig und Dresden, fast die Hälfte aller Patienten sachsenweit wurde dort behandelt. Somit nutzen hierzulande 20 von 1.000 TK-Versicherten diese alternative Behandlung. Das entspricht in etwa dem Bundesdurchschnitt mit 21 von 1.000 TK-Versicherten. Berlin ist Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich, in der Hauptstadt nehmen 33 von 1.000 Versicherten das Homöopathie-Angebot wahr. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Info bestätigt den allgemeinen Trend zur sanften Medizin: Zwei Drittel der Mitglieder aller gesetzlichen Krankenkassen sind an homöopathischen Behandlungen interessiert. Vier von fünf Befragten sehen die Homöopathie als Ergänzung zur Schulmedizin – für jeden Fünften wäre sie sogar ein Ersatz. „Insbesondere Mütter erwarten für sich und ihre Kinder von der Homöopathie eine sanfte Therapie ohne Nebenwirkungen und schätzen es, dass sich homöopathisch tätige Ärzte sehr viel Zeit nehmen“, so Simone Hartmann, Leiterin der TK-Landesvertretung in Sachsen. Ähnliches mit Ähnlichem heilen – die Homöopathie geht davon aus, dass ein Patient mit bestimmten Symptomen genau das gleiche Mittel braucht, das beim Gesunden diese Symptome hervorrufen würde. Nach den Grundlagen der klassischen Homöopathie können sich Versicherte der TK in Sachsen bereits seit 2007 auf TK-Gesundheitskarte behandeln lassen. Insgesamt 61 Ärzte mit einer Zusatzausbildung des Vertragspartners Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) bieten im Freistaat diese Alternativmedizin an. Die Therapie umfasst eine ausführliche Erstanamnese, die Arzneimittelauswahl und homöopathische Analyse sowie Folgeanamnesen und spezifische homöopathische Beratungen. Impressum Herausgeber: Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Sachsen Bergstraße 2, 01069 Dresden Verantwortlich: Simone Hartmann Redaktion: Matthias Jakob Telefon: 03 51 - 47 73 90-0 Telefax: 03 51 - 47 73 90    -8 E-Mail: tklv-sachsen@tk.de Twitter: www.twitter.com/TKinSN Internet: www.tk.de/lv-sachsen Information Alternative Arzneimittel Dank einer TK-Satzungsregelung können TK-Versicherte sich die Kosten für viele alternative Arzneimittel von der TK erstatten lassen. Diese Arzneimittel werden häufig auch begleitend zu einer schulmedizinischen Therapie eingesetzt. Die TK übernimmt für solche Medikamente der Homöopathie, Phytotherapie oder Anthroposophie die Kosten zu 100 Prozent – bis zu einem Betrag von 100 Euro pro Versicherten im Kalenderjahr. Eine vierköpfige Familie, die komplett bei der TK versichert ist, kann so bis zu 400 Euro pro Kalenderjahr erstattet bekommen. Für die Erstattung ist eine ärztliche Verordnung notwendig. Nach Einlösung des Rezepts muss es bei der TK zusammen mit der Apothekenrechnung zur Kostenerstattung eingereicht werden. Manche TK-Versicherte erhalten alternative Arzneimittel sogar über ihre TK-Gesundheitskarte auf Kassenrezept: K  inder bis einen Tag vor ihrem 12. Geburtstag, J  ugendliche mit Entwicklungsstörungen bis einen Tag vor ihrem 18. Geburtstag und P  atienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung, wenn die alternativen Arzneimittel gemäß der sogenannten Ausnahmeliste des Gemeinsamen Bundesausschusses nach den Arzneimittelrichtlinien als Therapiestandard gelten.

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