"TK spezial" Nordrhein-Westfalen 4-2013

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Information about "TK spezial" Nordrhein-Westfalen 4-2013

Published on January 13, 2014

Author: TK_Presse

Source: slideshare.net

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Mit dem gesundheitspolitischen Newsletter "TK spezial" informieren wir über aktuelle gesundheits- und sozialpolitische Themen wie relevante vertragliche Regelungen, Projekte und Veranstaltungen der Techniker Krankenkasse (TK) in Nordrhein-Westfalen.

Dieses Dokument kann für redaktionelle Zwecke und mit dem Hinweis "Quelle: Techniker Krankenkasse" honorarfrei verwendet werden. Eine Nutzung zu Werbezwecken ist ausgeschlossen.

Informationsdienst der techniker Krankenkasse nordrhein-westfalen Inhaltsverzeichnis Nr. 4 /Dezember 2013 Spitzenmedizin für Kinder Pflegeversicherung: Modell Deutschland? NRW im Stress MEDICA ECON FORUM by TK Erfolgreiche Fortsetzung des TK-Forums zur Gesundheitswirtschaft Das von der Techniker Krankenkasse (TK) organisierte MEDICA ECON FORUM by TK hat sich in seinem zweiten Jahr einen festen Platz auf der weltgrößten Medizinmesse MEDICA erobert. „Der große Publikumszuspruch beweist, dass es gemeinsam mit der Messe Düsseldorf gelungen ist, das Forum als Plattform für gesundheitspolitische Diskussionen zu etablieren“, sagte Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der TK, zur Eröffnung der viertägigen Veranstaltung am 20. November 2013 in der Rheinmetropole. Gestalter statt Zahlmeister Die TK sehe ihre Rolle nicht nur darin, Leistungen zu bezahlen. Sie wolle an neuen Entwicklungen teilhaben, darüber mitdiskutieren und zusammen mit den Entscheidern im Gesundheitswesen neue Wege in der Versorgung finden. In seiner Eröffnungsrede betonte Dr. Baas Prof. W. Greiner, Dr. W. Bartens, Th. Schmitt, Dr. J. Baas (v. l.) den Stellenwert einer qualitätsgesicherten medizinischen Versorgung. „Qualität ist das einzige Kriterium, das uns perspektivisch erlaubt, unser System finanzierbar zu halten. Mehr Qualität im Gesundheitssystem gibt es aber nur mit mehr Wettbewerb.“ Mit Blick auf den Rekordüberschuss in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mahnte der TK-Chef zur Zurückhaltung. Das Geld sei nicht deshalb so üppig vorhanden, weil es im Gesundheitswesen eine grundlegende Änderung zum Besseren gegeben habe. Man habe den Versicherten nur zu viel Geld abgenommen. Tatsächlich sei keines der bisherigen Probleme im System gelöst worden. Evolution statt Revolution Daran knüpfte Thomas Ilka, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, in seinem Grußwort an. Die Tatsache, dass in den aktuellen Koalitionsverhandlungen Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, viele Menschen in NordrheinWestfalen kennen Zechen und Stahlwerke nur noch als Denkmäler der Industriekultur. Wo früher Kohle gefördert oder Stahl verhüttet wurde, stehen heute vielerorts Wissenschaftsparks und Gründerzentren. Großen Anteil an diesem Strukturwandel hat der Gesundheitssektor. Nirgendwo in Deutschland gibt es eine größere Dichte an leistungsfähigen Forschungseinrichtungen und Kliniken als in NRW, und nicht zufällig findet die weltgrößte Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf statt. Die Techniker Krankenkasse ist dort mit ihrem MEDICA ECON FORUM by TK vertreten. Ein Schwerpunkt in diesem Jahr bildete „Spitzenmedizin für Kinder in NRW“. Was die Wissenschaft auf diesem Gebiet bereits geleistet hat, zeigt eindrucksvoll eine neue Broschüre der TK, die soeben erschienen ist. Das Thema wird uns weiter beschäftigen. Mehr dazu und zum MEDICA ECON Forum by TK finden Sie in dieser Ausgabe von TK spezial. Ich wünsche Ihnen eine spannende und anregende Lektüre. Günter van Aalst Leiter der TK-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen

nordrhein-Westfalen altbekannte Themen auftauchten, verweise auf den evolutorischen Prozess der Verbesserung, der im Gesundheitssystem am Werke sei. Er wünsche sich zwar gelegentlich etwas schnellere Ergebnisse, halte das deutsche Gesundheitswesen aber für einen „absoluten Vermögensgegenstand“. Dieses System zu steuern, werde angesichts einer alternden Gesellschaft und der wirtschaftlichen Bedeutung, die der Gesundheitssektor hat, jedoch zu einer zunehmenden Herausforderung. In diesem Steuerungsprozess sollten die Krankenkassen mit ihrem Know-how eine größere Rolle spielen, so Ilka. Beitragssatzautonomie statt Gesundheitsfonds Auf dem Weg zu einem qualitativ besseren und effizienteren Gesundheitssystem sei dessen Finanzierung ein entscheidendes Hindernis, sagte Prof. Dr. Wolfgang Greiner, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung des Gesundheitswesens. Der Einheitsbeitragssatz sei dysfunktional. „Den Gesundheitsfonds braucht aus meiner Sicht niemand“, erklärte er. Die Kassen sollten stattdessen größeren Spielraum bei der Festlegung ihres Beitragssatzes bekommen als bisher. Der Gesundheitsökonom von der Universität Bielefeld plädierte für eine solidarische Wettbewerbsordnung. Weder mit einem rein wettbewerblich ausgerichteten Gesundheitssystem noch mit einem staatlich gesteuerten ließe sich eine qualitätsgesicherte, flächendeckende Versorgung verwirklichen. Hintergrund MEDICA ECON FORUM by TK Die Techniker Krankenkasse veranstaltete 2012 erstmals in Zusammenarbeit mit der Messe Düsseldorf ein Forum zur Gesundheitswirtschaft. Es findet im Rahmen der weltgrößten Medizinmesse MEDICA statt und möchte Entscheider im Gesundheitswesen miteinander ins Gespräch bringen. In diesem Jahr diskutierten mehr als 50 Fachleute aus Politik, Medizin, Wirtschaft und Wissenschaft über aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Forschung und Praxis. Evidenzbasierte Medizin statt überflüssige Operationen Der Patient müsse im Zentrum einer künftigen Gesundheitspolitik stehen, sagte Dr. Werner Bartens von der Süddeutschen Zeitung. Er kritisierte, dass die aktuelle Debatte zu sehr unter ökonomischen Gesichtspunkten geführt werde. Der Fokus sollte aber auf einer besseren Medizin und dem Patientennutzen liegen. Die konsequente Anwendung einer solchen evidenzbasierten Medizin würde zu einem Rückgang überflüssiger Operationen führen und damit automatisch auch zu mehr Wirtschaftlichkeit. Das Ergebnis wäre eine bessere Medizin, die auch noch bezahlbarer wäre. Auf dem Weg dorthin müsse eine intensive Auseinandersetzung darüber stattfinden, was Qualität sei, forderte der Journalist Thomas Schmitt vom Handelsblatt. Berichte, Fotos, Informationen zum MEDICA ECON FORUM by TK unter www.tk.de, Webcode 255402. TK-Netzwerk Spitzenmedizin für Kinder in NRW Zwerchfellschrittmacher statt Beatmungsgerät Kinder sind häufig krank. In den allermeisten Fällen glücklicherweise nur vorübergehend – auch weil es dank des medizinischen Fortschritts gegen viele Kinderkrankheiten wirksame Medikamente oder Impfstoffe gibt. An Grenzen stoßen Ärzte, wenn Kinder bereits mit schwerwiegenden Krankheiten auf die Welt kommen oder im Laufe der Kindheit daran erkranken. Dann ist das ganze Know-how der Mediziner gefragt. Häufig müssen sie dabei neue Wege beschreiten. Das gilt besonders für Erkrankungen, die vergleichsweise selten auftreten. Dem großen Einsatz engagierter Ärzte ist es zu verdanken, dass es heute auch gegen solche Krankheiten vielfach eine Therapie gibt. Diese zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Die Techniker Krankenkasse hat daher eine Broschüre aufgelegt, die herausragende kindermedizinische Projekte in Nordrhein-Westfalen vorstellt. Viele dieser Angebote sind bundesweit einzigartig. Günter van Aalst und NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens TK spezial 4 / 2013 2

nordrhein-Westfalen Broschüre soll Mut machen Hintergrund Der Öffentlichkeit vorgestellt wurde die Broschüre „Optimale Versorgung für Ihr Kind – TK-Netzwerk Spitzenmedizin für Kinder in NRW“ am 22. November 2013 auf der weltgrößten Medizinmesse MEDICA. „Das TK-Netzwerk soll Eltern von schwer erkrankten Kindern Mut machen und zeigen, welche Erfolge die Medizin bereits erzielt hat“, sagte Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung auf dem MEDICA ECON FORUM by TK. „TK-versicherte Kinder und Jugendliche sollen so schnell wie möglich vom medizinischen Fortschritt profitieren. Wir möchten mit unserer Publikation aber auch zu mehr Transparenz beitragen und die spitzenmedizinischen Projekte in NRW bekannter machen“, betonte van Aalst. Medizin müsse patientenorientiert sein und den unterschiedlichen Patientengruppen zielgerichtete Konzepte bieten, forderte die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens auf dem MEDICA ECON FORUM. Diesen Anspruch erfüllt „Spitzenmedizin für Kinder in NRW“. Davon konnten sich die Besucher der MEDICA persönlich überzeugen. Prof. Thomas M. Boemers, Chefarzt der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie in Köln, berichtete über die Erfolge bei der operativen Behandlung angeborener Fehlbildungen des Genital- und Darmtrakts. Wie ein Zwerchfellschrittmacher kleinen Patienten, die eigentlich künstlich beatmet werden müssten, die natürliche Atmung zurückgibt, erläuterte Dr. Rainer Blickheuser von der DRKKinderklinik Siegen. Die kleinen Patienten wohnen dabei auf der „Kinderinsel“, einer in Deutschland einzigartigen Intensivstation für Kinder mit einer Atemlähmung. TK-Netzwerk Spitzenmedizin für Kinder in NRW Die Techniker Krankenkasse hat mit 19 Kliniken in NRW, die über eine herausragende Kindermedizin verfügen, Kooperationsvereinbarungen für eine effiziente Zusammenarbeit geschlossen. TK-Patienten können daher alle Behandlungen ohne lange Wartezeiten in Anspruch nehmen. TK will Plattform für Spitzenmedizin schaffen Von Prof. Beate Herpertz-Dahlmann, Uniklinik Aachen, erfuhren die zahlreichen Zuhörer, dass bei Essstörungen in der Pubertät sehr häufig genetische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Prof. Boris Zernikow, Leiter des Deutschen Kinderschmerzzentrums an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln, erklärte, warum es so wichtig ist, Schmerzen bei Kindern möglichst frühzeitig zu behandeln. Über die Glasknochenkrankheit informierte Dr. Oliver Semler von der Kinderklinik der Uniklinik Köln. Der Mediziner ist Experte für diese seltene Erkrankung und selbst betroffen. In Köln hat er ein interdisziplinäres Zentrum für die Behandlung der Glasknochenkrankheit aufgebaut – das einzige in Deutschland, das von der Operation bis zur Rehabilitation alle Therapieangebote miteinander verknüpft. Neben diesen Beispielen beschreibt die TK-Broschüre weitere 14 kindermedizinische Spitzenleistungen an NRW-Kliniken. 19 Mediziner erläutern darin ihre Forschungen und neuen Behandlungsmethoden jeweils in einem Interview. „Mit dem TK-Netzwerk Spitzenmedizin für Kinder möchten wir eine Plattform schaffen, auf der hervorragende Kindermediziner in Nordrhein-Westfalen ihre Leistungen vorstellen können“, beschreibt van Aalst die Motivation der TK. „Grundsätzlich sind alle ausgewählten Projekte für jedes erkrankte Kind zugänglich.“ Die Broschüre „Optimale Versorgung für Ihr Kind – TK-Netzwerk Spitzenmedizin für Kinder in NRW“ kann unter www.tk.de, Webcode 612242 kostenlos heruntergeladen werden. Prof. B. Herpertz-Dahlmann, Prof. R. Blickheuser, Prof. Th. M. Boemers, Dr. O. Semler, Prof. B. Zernikow (v. l.) TK spezial 4 / 2013 3

nordrhein-Westfalen TK erweitert Vorsorge für Kleinkinder Augen-Check jetzt in ganz NRW Kleinkindern, die bei der TK versichert sind, steht jetzt auch im Landesteil Nordrhein eine zusätzliche augenärztliche Untersuchung zur Verfügung. Darauf haben sich die TK und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein geeinigt. Das neue Angebot umfasst unter anderem eine Sehschärfenmessung und eine Refraktionsbestimmung. Nutzen können den Augen-Check alle bei der TK versicherten Kinder vom 31. bis zum 42. Lebensmonat sowie Kinder von sechs bis zwölf Monaten, die zu einer Risikogruppe gehören, weil beispielsweise Eltern oder Geschwister schielen. Da es einen vergleichbaren Vertrag in Westfalen-Lippe bereits seit vergangenem Jahr gibt, profitieren jetzt Kinder in ganz Nordrhein-Westfalen von der Früherkennung etwaiger Schäden bei der Entwicklung ihrer Sehfähigkeit. „Mit dem neuen Angebot wird eine Vorsorgelücke geschlossen. Wir ergänzen den gesetzlichen Leistungskatalog an einer für die gesunde Entwicklung der Kinder besonders wichtigen Stelle. Da Sehminderungen, die oft weder den Eltern noch den Kindern auffallen, später kaum oder gar nicht mehr behoben werden können, ist die Früherkennung entscheidend“, sagt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung NRW. TKversicherte Kinder erhalten einen Untersuchungstermin innerhalb von sieben Tagen. Informationen zur augenärztlichen Vorsorgeuntersuchung für Kinder unter www.tk.de, Webcode 612390. Deutsche Pflegeversicherung – Modell für Korea? Hintergrund Die Republik Korea Die Republik Korea, besser bekannt als Südkorea, hat 1998 eine langfristige Pflegeversicherung für Menschen über 65 Jahren eingeführt. Dabei orientierten sich die Verantwortlichen unter anderem am deutschen Modell. Damit reagierte Korea auf umfassende gesellschaftliche Veränderungen, insbesondere die rasche Alterung der Bevölkerung. Zum wiederholten Mal empfing die Landesvertretung der TK in NordrheinWestfalen ausländische Gäste, die sich über das deutsche Gesundheitssystem informierten. Im Oktober 2013 begrüßten Heiner Vogelsang und Marcus Hoppe den südkoreanischen Gesundheitsökonomen Professor Jinhyun Kim von der Seoul National University in Düsseldorf. Professor Kim hatte Kontakt zur TK aufgenommen, um aus erster Hand Informationen über die Soziale Pflegeversicherung in Deutschland zu erhalten. Vor dem Termin in der TK-Landesvertretung standen bereits Besuche in Pflegeheimen auf seinem Programm. Der südkoreanische Wissenschaftler hatte sich akribisch auf seinen Deutschlandbesuch vorbereitet und stellte detaillierte Fragen zur deutschen Pflegeversicherung. Sein Hauptaugenmerk galt dabei der stationären Pflegeversicherung und hier insbesondere der Vergütung der Pflegeheime. Vogelsang und Hoppe erläuterten den Ablauf der Vertragsverhandlungen, den Aufbau der Verträge, die Kostenblöcke sowie die Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der stationären Pflege, wie Qualitätsberichte und Pflegenoten. Heiner Vogelsang und Prof. Jinhyun Kim (v. l.) TK spezial 4 / 2013 4

nordrhein-Westfalen NRW-Bürger seltener gestresst TK-Studie zur Stresslage der Nation Nirgendwo in Deutschland ist die Arbeitszufriedenheit größer als in Nordrhein-Westfalen (NRW). Das zeigt die aktuelle Stressstudie „Bleib locker, Deutschland!“ der TK. Mehr als 80 Prozent der Berufstätigen in NRW geben an, ihre Arbeit mache ihnen Spaß und sei ein wichtiger Teil ihres Lebens. Bundesweit ist das der Spitzenwert. Dazu passt, dass 35 Prozent sagen, sie fühlten sich selten gestresst. Im Rest der Republik kommen nur 29 Prozent zu dieser Selbsteinschätzung. „Beunruhigend ist allerdings, dass jeder Zweite das Gefühl hat, sein Leben sei in den letzten drei Jahren stressiger geworden“, sagt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung NRW. Hauptursachen für den Stress sind bei NRW-Bürgern die Anforderungen durch Schule, Studium oder Beruf (46 Prozent), gefolgt von hohen Ansprüchen an sich selbst (40 Prozent) und schweren Krankheiten nahestehender Menschen (28 Prozent). Auf großen Stress reagieren die meisten Befragten in NRW mit der „Augen-zu-und-durch“-Strategie (60 Prozent). Knapp ein Viertel (23 Prozent) zieht sich zurück und wartet, bis sich die Lage wieder beruhigt hat. Nur eine Minderheit von sieben Prozent sagt, sie laufe erst unter Stress zu Hochform auf. Bundesweit geht dagegen fast jeder Fünfte auf diese Art mit Stress um (17 Prozent). Kurz gesagt Im Auftrag der TK hat Forsa im September 2013 bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Erwachsene in Deutschland zur Stresslage der Nation befragt. Der 44-seitige Studienband „Bleib locker, Deutschland!“ mit den Ergebnissen steht unter www.presse.tk.de, Webcode 590190, zum kostenlosen Download bereit. Stressbewältigungsstrategien Um Stress abzubauen, setzen die Menschen in NRW auf unterschiedliche Entspannungsstrategien: Zeit mit Freunden und Familie verbringen (71 Prozent), Hobbys (70 Prozent), Spazierengehen oder im Garten arbeiten (68 Prozent), Faulenzen (67 Prozent), Lesen (58 Prozent) und Sport treiben (57 Prozent). Aufputschmittel dagegen spielen bei der Bewältigung des Alltags keine Rolle. Dafür trinkt mehr als jeder Fünfte (23 Prozent) in NRW gerne ein Glas Wein oder Bier zur Entspannung. Die Work-Life-Balance scheint den Menschen zwischen Rhein und Weser dabei vergleichsweise gut zu gelingen. Zwar glaubt jeder Vierte (25 Prozent), dass Familie und Freunde wegen der beruflichen Verpflichtungen oft zu kurz kommen. Das liegt aber deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (34 Prozent). Auch im Urlaub können die NRW-Bürger gut von der Arbeit abschalten. Nur 15 Prozent sagen, dass ihnen die Arbeit nicht aus dem Kopf gehe. Bundesweit ist es fast jeder Vierte (24 Prozent). Stress motiviert auch Ein Großteil der Berufstätigen in NRW leidet unter Stress – und doch haben so viele Menschen Spaß bei der Arbeit. Wie passt das zusammen? Ein Teil der Antwort lautet: Wenn der Stress keine Dauerbelastung ist, spornt er an. Fast jeder zweite Berufstätige, immerhin 45 Prozent, sagt, dass dies auf ihn zutreffe. Stress ist also nicht per se negativ. Entscheidend ist, ob jemand über genügend Ressourcen verfügt, die er dem Stress entgegensetzen kann. „In dieser Hinsicht gibt die Studie Anlass zur Hoffnung. Immerhin 71 Prozent in unserem Bundesland sagen über sich, dass ihr Privatleben so abwechslungsreich sei, dass sie daraus viel Energie ziehen und Stress abbauen können“, so van Aalst. Der 44-seitige Studienband „Bleib locker, Deutschland!“ mit den Ergebnissen steht unter www.presse.tk.de, Webcode 590190, zum kostenlosen Download bereit. TK spezial 4 / 2013 5

nordrhein-Westfalen Kooperation statt Konkurrenz – TK-Praxisnetz Siegen startet Schnellere Arzttermine, kürzere Wartezeiten und eine besser aufeinander abgestimmte ambulante Behandlung – Patienten im Kreis Siegen-Wittgenstein profitieren von einem neuen Versorgungsvertrag, den die Haus- und Fachärzte des Praxisnetzes Siegen mit der Techniker Krankenkasse (TK) sowie der AOK NORDWEST, Barmer GEK und DAK-Gesundheit abgeschlossen haben. „Für unsere Versicherten wollen wir damit die Versorgung erlebbar verbessern“, beschreibt Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertretung NRW, das Hauptziel des Vertrags. „Wir erwarten, dass die optimierte ärztliche Zusammenarbeit zu besseren Behandlungsergebnissen führt“, so van Aalst. Ziel der Siegener Ärzte ist es, bestimmte medizinische Versorgungsbereiche zu optimieren, wie zum Beispiel Arzneimitteltherapien für ältere Patienten und die Wundversorgung. Dazu wird nicht nur die Kommunikation der beteiligten Ärzte untereinander ausgebaut. Das Praxisnetz sucht auch den Dialog mit nicht ärztlichem Pflegepersonal und regionalen Krankenhäusern. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Gesundheitsvorsorge. Die Patienten sollen befähigt werden, mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Neuer Patientenservice: Terminmanagement und Abendsprechstunde Um die vorgesehenen Verbesserungen künftig gemeinsam steuern zu können, setzen die Ärzte verstärkt auf den Einsatz elektronischer Kommunikationssysteme. Dazu gehören zunächst ein EDV-gestütztes Terminmanagement in den Praxen und später auch elektronische Fallakten. Das professionelle Terminmanagement in den Praxen soll künftig dazu beitragen, dass Patienten je nach Dringlichkeit einen Arzttermin innerhalb von zehn Tagen erhalten und daran sogar auf Wunsch per Telefon, SMS oder E-Mail erinnert werden können. Vertraglich festgelegt wurde eine Wartezeit von in der Regel nicht mehr als 30 Minuten. Vor allem Berufstätige freuen sich über die neu eingeführten Früh-, Abend- und Samstagssprechstunden. Hintergrund Das Praxisnetz Siegen Der neue Versorgungsvertrag wurde Mitte Oktober 2013 von Vertretern der Gesundheitsregion Siegerland GbR, den beteiligten Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe unterzeichnet. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Vertragsärzte und -psychotherapeuten, die ihren Praxissitz im Kreis Siegen-Wittgenstein haben. Zudem müssen die Mediziner Mitglied der Gesundheitsregion Siegerland GbR sein. An den allgemeinen Leistungen des Vertrags nehmen alle Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen TK, AOK NORDWEST, Barmer GEK und DAK-Gesundheit teil. Über die Teilnahme an den besonderen Bereichen, wie z. B. die Arzneimitteltherapie oder das Wundmanagement, können die Versicherten jeweils separat und freiwillig entscheiden. Für eine optimale Versorgung arbeiten Haus- und Fachärzte im Praxisnetz Siegen eng zusammen. Impressum Herausgeber: Techniker Krankenkasse, Landesvertretung Nordrhein-Westfalen Bismarckstraße 101, 40210 Düsseldorf Verantwortlich: Günter van Aalst Redaktion: Harald Netz Telefon: 02 11 - 936 00    9 -2 Telefax: 02 11 - 936 00 -13 E-Mail: lv-nrw@tk.de Twitter: http://twitter.com/tkinnw Internet: www.tk.de/lv-nordrheinwestfalen

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