PraesentationAchtonl ine

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Published on October 7, 2007

Author: Lindon

Source: authorstream.com

Slide1:  10. Juni 2003 Der Tornado von Acht Lars Lowinski – Meteos GmbH München – Skywarn Bayern Slide2:  Analyse des Tornados von Acht Frühere Tornados in Eifel und Ardennen Warnungen - möglich? Was kann verbessert werden? SKYWARN Deutschland Slide3:  I. Analyse des Tornados von Acht Slide4:  Bodenanalyse 14 Uhr Heiss, trocken Schwül Sehr kühl Typische Druckverteilung vor sommerlichen Gewitterlagen in Mitteleuropa © Deutscher Wetterdienst Slide5:  „4-Panel“-Reanalysekarte 10.06.2003 12Z Markante, hebungsaktive Trogvorderseite mit starker Höhenströmung über Westeuropa Warmluftadvektion aus SW und S Slide6:  Bodendruck/500 hpa-Geopotential Komposit 11.06.2003 00Z Slide7:  Was sind die Zutaten für Gewitter + Schwergewitter? Feuchte vor allem in den untersten Schichten der Troposphäre Labilität Im Idealfall gedeckelte feuchtwarme Grundschicht, darüber gut durchmischte Luft Hebung Der „Push“, durch den die Energie ausgelöst wird (>Front, Orografie, Trog,...) Damit aus „normalen“ Gewittern schwere Gewitter werden, brauchen wir zudem: Windscherung! Slide8:  Was ist Windscherung ? Am 10. Juni waren alle diese Zutaten vorhanden! Die Zunahme der Windgeschwindigkeit und/oder die Änderung der Windrichtung mit der Höhe. Slide9:  Windscherung am Abend des 10.06.2003 Hodograph und Windprofil (rechts) von Idar-Oberstein um 18Z (zur Vereinfachung nur unterste 5 km dargestellt) 55kts im 500 hpa-Niveau, 25kts in knapp über 1000 m; bodennah vor den Gewittern Winde unter 5kts aus E bis N > starke Scherung Slide10:  30° 28° 19° 23° IR-Bild von 14h 22° © DWD Erste Superzelle über Ostfrankreich Slide11:  IR-Bild von 17h 34° 22° © DWD Zweite Superzelle nördl. Trier Slide12:  Wichtigstes Hilfsmittel bei der Überwachung und Kurzfristvorhersage von Gewittern: das (Doppler-)Radar Slide13:  DWD-Radar Neuheilenbach – Bild von 17h © DWD Auffallend: isolierte Zelle über Luxemburg Slide14:  Radarbild von 18h © Brigitte Herden © DWD Blick auf die Zelle vom Boden aus Slide15:  Foto des Aufwindbereiches der Superzelle bei Trier; etwa 18h Zum Vergleich: Tornadozelle USA © Brigitte Herden Slide16:  Unklar, ob Schäden durch Tornado oder Downburst verursacht, keine klaren Augenzeugenberichte. Auw - Schlausenbach © H. Bonefass - Eifeljournal © DWD Slide17:  DWD-Radar Frankfurt – Bild von 18h45 „Trierer Superzelle“ hat sich abgeschwächt, sie war nicht verantwortlich für Tornado in Acht © DWD Slide18:  Komposit Radar und Stationsmeldungen 19h00 Uneinheitliches Bodenwindfeld vor den Gewittern Doppler-Radialwindbilder zur genaueren Ermittlung der Windverhältnisse in der Umgebung der Gewitter leider nicht vorhanden © DWD Slide19:  Wichtig für das Auftreten von Tornados Instabile Luftschichtung bodennah Starke Windscherung bodennah Beides ist bei schweren Gewittern (>Superzellen) nicht zwingend vorhanden Daher produzieren auch nur etwa 30% aller Superzellen Tornados... Slide20:  Windscherung verursacht horizontale Wirbel Etwas Theorie... Slide21:  Der Aufwind eines Gewitters „kippt“ diese Wirbel in die Vertikale Slide22:  So entsteht auch die Rotation im Aufwind der Zelle! Wichtig für starke Rotation im unteren Aufwindbereich und für Tornados: starke Windscherung in den untersten 1 bis 2 km über dem Boden © N. Dotzek Slide23:  Zusätzliche Windscherung kann u.a. verursacht werden durch: - vorhandene Temperaturgradienten - Gewitter in der Umgebung Relief WICHTIG: Durch Scherung verursachte „Wirbelhaftigkeit“ der bodennahen Luft (> bodennahe Helicity) muss durch Interaktion von Auf- und Abwind unter dem Aufwindbereich konzentriert und in die Länge gezogen werden Damit sich starke Rotation an der Unterseite des Gewitters bilden kann, brauchen wir also starke Windscherung nahe über dem Erdboden Slide25:  II. Frühere Tornados in Eifel und Ardennen In Zeiten kontroverser Diskussionen zur Klimaveränderung: Tornados sind in Mitteleuropa kein „neues“ Phänomen! Im 20. Jahrhundert gab es allein in der Eifel, den Ardennen und im Rheintal: mindestens 8 Tornados mit Intensität F1 oder stärker. Mit dem Tornado von Acht: 9 Slide26:  Schadenverursachende Tornados in Eifel und Ardennen (nach Tordach; www.tordach.org) 6/7.07 1922: F2 BOOS und MÜNK nachts; mehrere Verletzte; große Schäden 3.05 1934: starker F1 UNKEL, OBERWINTER 7 km langer Pfad, ca. 100 Meter breit 19.06 1957: F2 SANKT VITH (B) mehrere Dächer weggerissen, Autos hochgehoben, Bäume hochgewirbelt 20.09 1982: F3/4 LÉGLISE (B) mehrere Dächer weggerissen, Autos hochgehoben, Bäume hochgewirbelt 15.09 1986: F2 PRÜM mehrere Dächer samt Balken weggerissen, viele Bäume entwurzelt Slide27:  Frühere Tornados in Eifel und Ardennen LÉGLISE (B) 1982 © Bilder: Info-Ardenne Slide28:  III. Vorhersagen und Vorwarnungen Vorhersage von Schwergewittern und Tornados recht kompliziert – kleinräumige Phänomene nicht genau vorhersagbar Warnungen der Wetterdienste räumlich und zeitlich teilweise noch zu ungenau Dennoch: Risiko für Ereignisse IST vorhersagbar! Räumlich eingegrenzte Wahrscheinlichkeiten für Hagel, Sturm und Tornados bis zu 2 Tage im voraus Slide29:  Spezialisierte Vorhersagen European Storm Forecast Experiment Neues Vorhersageprojekt http://www.estofex.org Gewitter- und Tornadovorhersagen auf Basis von 3 Risikokategorien: SLIGHT, MODERATE, HIGH 10.06 2003 Slide30:  Kurzfristige Warnungen – Skywarn Deutschland Kurz vor und während Unwettern: NOWCASTING = Zeitnahe Überwachung der Unwetter Trotz Satelliten, Radar und Bodenmeldungen nicht ausreichend Information aus den Unwettern Beobachtung und Meldung bei entstehenden und weiterziehenden Unwettern wichtig SKYWARN-Netzwerk, das sind: geschulte Beobachter, die wertvolle Beobachtungen und Meldungen liefern sowie Dokumentationen von Unwettern mit Text und Bildmaterial anfertigen Slide31:  Kurzfristige Warnungen – Skywarn Deutschland Mehr Infos unter: http://www.skywarn.de Slide32:  Ende !!!

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