Innovationsmanagement in Schweizer Wissenschaftlichen Bibliotheken

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Information about Innovationsmanagement in Schweizer Wissenschaftlichen Bibliotheken

Published on March 14, 2016

Author: ruedi.mumenthaler

Source: slideshare.net

1. FHO Fachhochschule Ostschweiz Seite 1 Innovationsmanagement in Schweizer Wissenschaftlichen Bibliotheken Deutscher Bibliothekskongress Leipzig, 14. März 2016 Prof. Dr. Rudolf Mumenthaler, Ekaterina Vardanyan

2. Ziel des Projekts Innovationsmonitor § Verstehen, wie Innovation in Wissenschaftlichen Bibliotheken funktioniert § Verstehen, was Schweizer Wissenschaftliche Bibliotheken im Bereich Innovationsmanagement heute unternehmen § Verstehen, was erfolgreiches Innovationsmanagement ausmacht § Daraus Methodik und Tool entwickeln, um den Status Quo zu analysieren und Handlungsbedarf zu ermitteln § Gefördert von der Kommission für Innovation und Technologie (KTI): www.kti.admin.ch § Firmenpartner: Berinfor AG; § Anwendungspartner: UB Bern, ZHB Luzern Seite 2

3. Untersuchung bei Wissenschaftlichen Bibliotheken der Schweiz: Methode § Modellbildung (1) und Design Umfrage § Online-Befragung der Wissenschaftlichen Bibliotheken der Schweiz (UBs, FHBs, PHBs, Kantonsbibliotheken) § 62 Bibliotheken angeschrieben, 42 Antworten erhalten, davon 35 vollständige § Rücklaufquote (mit Nachhaken): 66% § Analyse der Ergebnisse, Modellbildung (2) § Befragung der als Vorbilder genannten Bibliotheken § Experteninterviews § Überarbeitung des Modells, Anpassung Kriterien und „Tool“ Seite 3

4. Selbsteinschätzung der Innovationskraft § Keine Bibliothek hat sich als „sehr schwach“ eingeschätzt. § Als „Sehr hoch“ schätzen 2 Bibliotheken ihre Innovationskraft ein. §Die gleiche Anzahl Bibliotheken schätzt ihre Innovationskraft hoch und neutral ein. §Die Gruppe mit schwacher Innovationskraft ist mit 7 Bibliotheken die kleinste. Seite 4 6; 14% 18; 43% 16; 38% 2; 5% eher schwach neutral eher hoch sehr hoch

5. Verbesserungsmassnahmen zur Steigerung der Innovationskraft Ranking der genannten Verbesserungsmassnahmen: 1. Verbesserung der personellen Situation (neue Stellen, bessere Qualifikation, Weiterbildung) 2. Förderung der Innovationskultur (Fehlertoleranz, Kommunikation...) 3. Kooperation, Vernetzung und bibliotheksübergreifende Strukturen § Tendenziell haben innovativere Bibliotheken ein differenzierteres Bild: sie verlangen nicht einfach mehr Ressourcen, sondern Personal mit einer bestimmten Qualifikation oder Verbesserungen in der Innovationskultur Seite 5

6. Veränderungsbereitschaft § 51 % aller befragten Bibliotheken haben in den letzten drei Jahren ihre Arbeitsabläufe verändert. § Bibliotheken, die ihre Innovationskraft hoch einschätzen, haben eine Prozessveränderung in den letzten 3 Jahren durchgeführt. § Prozessveränderung hat sicher eine positive Auswirkung auf Innovationskraft und ihre Wahrnehmung durch Bibliotheken. § In Gegenteil zu den Prozessen wird die Organisation wesentlich weniger oft verändert. Lediglich 34% der Befragten geben an, in den letzten drei Jahren Organisationsstrukturen verändert zu haben. Seite 6

7. Strategie § 50% der befragten Bibliotheken geben an, über eine Gesamtstrategie zu verfügen § Je grösser die Bibliothek ist und je stärker ihre übergeordnete Struktur (Kanton, Universität) auf sie Einfluss nimmt, desto wahrscheinlicher braucht und entwickelt sie eine Gesamtstrategie. § Korrelation zwischen Innovationskraft und vorhandener aktueller Strategie § Markante Veränderung in den letzten 2 Jahren in der Deutschen Schweiz! § Fast alle Strategien wurden in den letzten 2 Jahren verabschiedet Seite 7

8. Innovationskraft im Vergleich zu Strategie Seite 8 9 5 1 12 8 1 0 5 10 15 20 25 hoch/sehr hoch mittel niedrig Innovationsstrategievorhanden Gesamtstrategie vorhanden

9. Wie entsteht Innovation? Seite 9

10. Reifegrad von Innovationsmanagement t Innovationsmanagement? ausgedrückt, die Bibliothek auf ein höheres Niveaus dort bringen. Die Systematisie- rung und Professionalisierung des Innovationsmanagements und des Innovations- umfeldes sind hilfreich, um das Scheitern von Innovationen zu verhindern. Event Vollkommenheitsgrad Wertschöpfung System Fähigkeit Abbildung 5: Reifegrad von Innovationsmanagement-Aktivitäten, nach: The three levels of innovation (Shapiro, 2011, S. 11). Gemäß Shapiros Modell des Reifegrads der Innovationsmanagement-Aktivitäten gilt es, ein möglichst hohes Level anzustreben. Die meisten Organisationen verweilen laut Shapiro auf Level 1, dem Level, auf dem Innovationen eventartig stattfinden. Der Weg zum Level 3, wo Innovation alltäglich ist, ist weit. Die einzelnen Levels charakte- risiert Shapiro (Shapiro, 2011, S. 11 ff) folgendermaßen: Level 1: Innovation als Event § Innovationsmanagement in Schweizer WBs entspricht mehrheitlich der Stufe „Event“ § Innovation als Fähigkeit mit entsprechenden Strukturen und Prozessen und erfolgreichen Produkten bei einzelnen Bibliotheken § Innovation als System: noch nicht erreicht Seite 10Fingerle/Mumenthaler, Innovationsmanagement in Bibliotheken, S.36

11. Qualifiziertes Personal zur Umsetzung der Innovationsziele im Vergleich zu Innovationskraft Seite 11 0 2 4 6 8 10 12 14 16 hoch/sehr hoch neutral eher schwach gesamt ja nein Glauben Sie, dass die Innovationsziele Ihrer Bibliothek mit den bestehenden Mitarbeitenden und ihren Qualifikationen erreicht werden können? Vs Innovationskraft

12. Analyse der Geschäftsfelder § Angaben zu den wichtigen Aufgabengebieten/ Geschäftsfeldern aus Umfrage § Analyse der genannten Produkte und Dienstleistungen § Tendenziell: ausgewogenes Portfolio ist sinnvoll § Beispiel Bibliothek B: Als Universitätsbibliothek scheint Aktivität im Bereich Forschungsunterstützung nötig zu sein. Seite 12

13. Analyse der Geschäftsfelder: Vergleich Seite 13

14. Innovationsgrad Produktportfolio § Frage nach den wichtigsten Produkten/Dienstleistungen § Frage nach den neusten Produkten/Dienstleistungen § Analyse: sind neue Produkte auch wichtig? § Zusätzlich: Auswertung der Strategie § Interpretation: wie neu/innovativ sind die neuen Produkte? § Aktualität § Originalität Seite 14 0 2 4 6 8 10 12 14 Bereitstellung Informationsvermittlung Recherchemittel Forschungsunterstütutzung Archivierung Infrastruktur/Raum Innovationsgrad Produktportfolio Bibliothek B

15. Modell: Faktoren der Innovation in Bibliotheken Seite 15

16. Umsetzung als Analysetool „Innovationsspider“ Seite 16

17. Fazit der Erkenntnisse § Signifikante Unterschiede zwischen der deutsch- und französischsprachigen Schweiz § Kaum Strategien und kaum strukturiertes Innovationsmanagement in der französischen Schweiz § Zwei unterschiedliche Ansätze (nicht wertend): eher strukturiert und professionalisiertes Innovationsmanagement vs. eher spontan und unstrukturiert, dafür stärker nutzerorientiert § Wichtig: offen sein für Impulse, flexibel, Einbezug Mitarbeitende, strategisches Denken, Innovationskultur, Veränderungsbereitschaft § Bibliotheken orientieren sich primär an anderen Bibliotheken – nur die Vorbilder orientieren sich auch ausserhalb der Branche Seite 17

18. FHO Fachhochschule Ostschweiz Seite 18 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. http://ruedimumenthaler.ch Twitter: @mrudolf Rudolf Mumenthaler, Ekaterina Vardanyan und Marco Balocco: Wie funktioniert Innovation in Bibliotheken? Bericht über das Schweizer Forschungsprojekt Innovationsmonitor für Wissenschaftliche Bibliotheken. In: b.i.t.online 19 (2016) No.2. http://www.b-i-t-online.de/heft/2016-02-nachrichtenbeitrag-mumenthaler.pdf

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