advertisement

Ehrenamt Und Demographie

0 %
100 %
advertisement
Information about Ehrenamt Und Demographie
News & Politics

Published on February 1, 2009

Author: Ole_Wintermann

Source: slideshare.net

advertisement

Die Bedeutung des Ehrenamtes in Zeiten des demographischen Wandels Dr. Ole Wintermann Kiel, 3. Februar 2008

Entwicklung der maximalen Lebenserwartung (jeweils weltweit höchste Lebenserwartung bei Frauen) Dr. Ole Wintermann Seite 2

Gesamtfruchtbarkeitsraten weltweit 5,1 5,0 4,0 3,0 3,0 3,0 2,7 2,5 2,1 2,0 2,0 1,7 1,6 1,6 1,3 1,3 1,0 0,0 Südeuropa Ost europa West europa Nordeuropa Asien ohne China Af rika Ent w icklungsländer Nordamerika Ozeanien Asien Indust rieländer Welt Quelle: Population Reference Bureau – 2005 World Population Data Sheet. Dr. Ole Wintermann Seite 3

Wanderungssaldo in Deutschland gegenüber dem Ausland 900.000 700.000 500.000 300.000 100.000 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 -100.000 -300.000 Quellen: Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch. Dr. Ole Wintermann Seite 4

Bevölkerungswachstum 1950 - 2030 nach Regionen 6.000.000 5.000.000 4.000.000 Über die Hälfte des Zuwachses allein in Indien, Pakistan, Nigeria, Kongo, Bangladesch, Uganda, USA, Äthiopien und China (sortiert) 3.000.000 2.000.000 1.000.000 0 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2003 2005 2010 2015 2020 2025 2030 Afrika Asien Europa Lateinamerika Nord-Amerika Ozeanien http://esa.un.org/unup/p2k0data.asp Quelle: Population Reference Bureau – 2005 World Population Data Sheet. Dr. Ole Wintermann Seite 5

Alterstruktur und Bevölkerungszahl – Schleswig-Holstein 2002-2050 -18% Quellen: Zukunftsfähiges Schleswig-Holstein – Konsequenzen des demographischen Wandels, dsn, Juli 2004. Dr. Ole Wintermann Seite 6

Anstieg des Anteils der 75-Jährigen und älter bis 2025 Quelle: Innenministerium Schleswig-Holstein, November 2007, S. 13. Dr. Ole Wintermann Seite 7

Staatsverschuldung in Deutschland zwischen 1950 und 2004 in % des BIP Bund 70% Sondervermögen des Bundes Länder Gemeinden 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 Quelle: Wagschal und Wenzelburger 2006, S. 182. Dr. Ole Wintermann Seite 8

Öffentlicher Haushalt in Schleswig-Holstein – Zukunftsinvestitionen vs. Vergangenheitskosten Quelle: Seitz/Wintermann/Petersen, 2006 Dr. Ole Wintermann Seite 9

Altersabhängige Staatseinnahmen und - ausgaben (Stand 2004) Euro Steuern und Beiträge pro Kopf in Euro Transfers und 20000 Staatsverbrauch pro Kopf in Euro 15000 10000 5000 0 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 Alter Quelle: Bonin, IZA Köln, 2006. Dr. Ole Wintermann Seite 10

Alter der Baby-Boomer heute Euro Steuern und Beiträge pro Kopf in Euro Transfers und 20000 Staatsverbrauch pro Kopf in Euro 15000 10000 5000 0 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 Alter Quelle: Bonin, IZA Köln, 2006. Dr. Ole Wintermann Seite 11

Alter der Baby-Boomer in 2030 (Transfer/Beitragskurve bei Fortführung des heutigen rechtlichen Status Quo) Euro Steuern und Beiträge pro Kopf in Euro Transfers und 20000 Staatsverbrauch pro Kopf in Euro 15000 10000 5000 0 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 Alter Quelle: Bonin, IZA Köln, 2006. Dr. Ole Wintermann Seite 12

Dr. Ole Wintermann Seite 13

Empfänger laufender Hilfe zum Lebensunterhalt (2004, Anzahl je 1.000 Einwohner im gleichen Alter) 99 100 80 63 60 50 40 35 24 20 12 5 0 unter 7 Jahre 7 bis unter 18 18 bis unter 25 25 bis unter 50 50 bis unter 60 60 bis unter 70 70 Jahre und Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre älter Quelle: Datenreport 2006, S. 210. Dr. Ole Wintermann Seite 14

Generationenausgleich in der GKV Beitragseinnahmen Mitglieder Leistungsausgaben 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Allgemeine Krankenversicherung Krankenversicherung der Rentner Quelle: Statistisches Bundesamt, 2004 Dr. Ole Wintermann Seite 15

Verteilungsfragen 100% 90% 80% 70% 60% Anteile 50% 40% 30% 20% 10% 0% Bevölkerung Frei verfügbares Geldvermögen Einkommen bis 49-Jährige 50+ Quelle: Statistisches Bundesamt, 2004 Dr. Ole Wintermann Seite 16

Zahl der Versichertenrenten in Millionen - plus 45% in 14 Jahren 20 18,72 18 16 13,69 14 12 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 Quelle: Deutsche Rentenversicherung. Dr. Ole Wintermann Seite 17

In welcher Welt werden wir zukünftig leben? Demographie: Abschied von der “Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse” • Globalisierung: Asiatisches Jahrhundert • Klima: Anstieg der globalen mittleren Temperatur um 3-4 Grad • Umwelt: Kampf um Ressourcen und lebenswerte Restwelten • Migration: Europa mit nur 4% der Weltbevölkerung und als Werteinsel • Politische Steuerung: Auflösung tradierter Systemgrenzen • Dr. Ole Wintermann Seite 18

Zwischenfazit – Sind wir darauf vorbereitet? • Demographie hat Auswirkungen auf viele Politikfelder • Alterung und soziale Systeme belasten das Gleichgewicht der Generationen • Baby-Boomer gehen in Rente: Schulden nahe Rekordniveau • Wie sorgen wir für das 21. Jahrhundert vor? • Ehrenamt als Brücke zwischen Generationen? • Ehrenamt als „Lückenbüßer“ oder Chance für Ehrenamt? Quelle: Bertelsmann Stiftung, 2007 Dr. Ole Wintermann Seite 19

Lebenserwartung im Alter von 65, 75 und 85 Jahren (Frau/Mann) Mit 65 Jahren/M Mit 65 Jahren/F Mit 75 Jahren/M Mit 75 Jahren/F Mit 85 Jahren/M Mit 85 Jahren/F 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 Que´lle: Eurostat, Demo-Datenbank, 2002 Dr. Ole Wintermann Seite 20

Erwerbstätigkeit von Personen zwischen 65-74 Jahren (Mann/Frau) Portugal/F Portugal/M Irland/F Irland/M Schweden/F Schweden/M UK/F UK/M EU-15/F EU-15/M Deutschland/F Deutschland/M 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% Quelle: Eurostat, Europäische Arbeitskräfteerhebung, 2002. Dr. Ole Wintermann Seite 21

Freiwilliges Engagement Angaben in Prozent, Prozente gerundet, 2004 Alle 14-30 Jahre 31-45 Jahre 46-65 Jahre 66 Jahre + Erwerbstätig Arbeitslos Schüler/Auszubild./Studenten Hausfrau-/mann Rentner /Pension. 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 Quelle: Freiwilligensurveys 1999 und 2004 Dr. Ole Wintermann Seite 22

Zustimmung: „Diese Aktivität ist mir wichtig“ 60-79 Jahre, 2002 Zeitung lesen Geselliges Zusammensein Fernsehen Zusammensein mit Kindern Telefonieren Garten Hobbys nachgehen* Zu Fuß unterwegs Verreisen* Kochen 25% 30% 35% 40% 45% 50% Quelle: GFK 2002 und IAT 2004 Dr. Ole Wintermann Seite 23

Im Ehrenamt gelegentlich/regelmäßig Aktive – Anteil bei den über 50-Jährigen (Deutschland) 33% 31% 29% 27% 25% 23% 21% 19% 17% 1986 1988 1990 1992 1994 1996 1998 1999 2001 2003 2005 Quelle: Eurostat, 2007 Dr. Ole Wintermann Seite 24

Motive, sich freiwillig zu engagieren „Stimme voll und ganz zu“, Angaben in Prozent, Prozente gerundet 66 Jahre + 27 Auch eine Form von 14-30 Jahre politischem Engagement 10 57 Aufgabe, die gemacht werden muss 28 64 Vor allem mit anderen zusammenkommen 63 71 Gesellschaft zumindest im Kleinen mitgestalten 58 Quelle: Freiwilligensurveys 1999 und 2004 Dr. Ole Wintermann Seite 25

Freiwilliges Engagement Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen, keine Addition zu 100%, nach Bereichen, 2004 Sport und Bewegung Schule und Kindergarten Soziales Kirche und Religion 66+ Berufliche 46-65 Interessenvertretung 31-45 14-30 Politik und Interessenvertretung Lokales bürgerschaftl. Engagement 0 2 4 6 8 10 12 14 Quelle: Freiwilligensurveys 1999 und 2004 Dr. Ole Wintermann Seite 26

Erwartungen an die freiwillige Tätigkeit Mittelwerte 1 bis 5, 2004 Spass haben Menschen helfen Gemeinwohl Sympathische Menschen treffen Kenntnisse erweitern Verantwortung/Entscheidungsmöglichkeiten Anerkennung Eigene Probleme angehen 14-59 Jahre 60 Jahre+ Beruflich nutzen 0 1 2 3 4 5 außerordentlich unwichtig wichtig Quelle: Freiwilligensurveys 1999 und 2004 Dr. Ole Wintermann Seite 27

Hinderliche Faktoren für Ehrenamt (nach Gewichtung) • Kosten der Zusammenführung von Ehrenamt und Gebern • Mangelnde Transparenz bzgl. Förderer und Suchenden • Oftmals geringe Zeit- und Personalressourcen • Steigende Qualifikationsanforderungen an Ehrenamtliche • Ungelöste Versicherungs- und Steuerfragen • Medienverhalten weiter Bevölkerungsteile • Fehlende Abstimmung Kommune-Land • Fehlende Fördermittel bei Kommunen und Land Quelle: Bertelsmann Stiftung, 2007 Dr. Ole Wintermann Seite 28

Ehrenamt kann unterstützt werden, indem… (Auswahl der wichtigsten Maßnahmen) • Politik gemeinsam mit Ehrenamtlichen die Rahmenbedigungen optimiert • die Qualitätsentwicklung im Ehrenamt durch Transparenz gefördert wird • die Politik einen Prozess zur Aufdeckung von Zukunftsfeldern unterstützt • Gründungsberatung institutionalisiert wird • Transparenz zwischen Gebern und „Nachfragern“ hergestellt wird • Weiterbildungen für Ehrenamtliche gefördert werden • das Fundraising professionalisiert wird • die steuerrechtliche Beratung institutionalisiert wird Quelle: Bertelsmann Stiftung, 2007 Dr. Ole Wintermann Seite 29

Offene Fragen • Verhältnis von Alt und Jung • Ehrenamt nicht nur mildtätig • Gewichtung Wünsche vs. objektive Notwendigkeiten • Ehrenamt als Lückenbüßer • Marktbewertung von Ehrenamt und sozialen Berufen • Soziale Intelligenz vs. technische Intelligenz • Anstieg der über 50-jährigen Aktiven dauerhaft Dr. Ole Wintermann Seite 30

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Dr. Ole Wintermann Tel.: 0 52 41- 81- 81 232 E-Mail: ole.wintermann@bertelsmann.de www.aktion2050.de www.demographiemonitor.de

Add a comment

Related presentations

Cfbp barometre octobre

Cfbp barometre octobre

November 10, 2014

VITOGAZ vous présente: CFBP baromètre gpl carburant

Ata Escrita da 16ª Sessão Ordinária realizada em 16/10/2014 pela Câmara de Vereado...

Ata Escrita da 10ª Sessão Extraordinária realizada em 16/10/2014 pela Câmara de Ve...

Rx1 nasil kullanilir

Rx1 nasil kullanilir

November 8, 2014

Rx1 zayiflama hapi, kullanimi nasildir, yan etkileri var mi? yan etkiler var ise h...

Esposto del MoVimento 5 Stelle sul Patto del Nazareno

Slide Servizi postali

Slide Servizi postali

November 7, 2014

Slides per i servizi postali presentati in occasione dell'incontro azienda e organ...

Related pages

Ehrenamt und Demografie in Hessen | Hessische Staatskanzlei

„Miteinander in Hessen“ „Miteinander in Hessen“ – das ist nicht nur der Name der Landesstiftung, sondern auch das Motto, dass sich die Stiftung ...
Read more

Ehrenamt - Serviceagentur Demografischer Wandel - Startseite

Der demografische Wandel hat auch Auswirkungen auf einige Fragen der öffentlichen Sicherheit, beispielsweise beim Brand- und Katastrophenschutz.
Read more

Ehrenamt und Demographie: Der Traditionsverein stirbt aus ...

Ehrenamt und Demographie : Der Traditionsverein stirbt aus - na und? Parteien klagen über Mitgliederschwund, traditionelle Vereine fürchten den ...
Read more

Ehrenamt und Demografie in Hessen | Hessische Staatskanzlei

Ehrenamt und Demografie in Hessen. Was tut das Land Hessen im Bereich "Ehrenamt und Demografie"? Wir haben Ihnen die Infos zusammengestellt. Weiterlesen
Read more

Auswirkungen des demografischen Wandels auf das ...

1.2 Begriffsabgrenzung „Ehrenamt“ 9 1.3 ... Demografie‘ zur Koordinierung von Programmen und Initiati-ven der Ressorts zur Gestaltung des ...
Read more

Ehrenamt, Demokratie, Demographie : Überlassen wir das ...

Ehrenamt, Demokratie, Demographie : Überlassen wir das Feld nicht den Wutbürgern! Obwohl ehrenamtliches Engagement immer wichtiger wird, wird es viel zu ...
Read more

Sport und Demographie

Der demographische Wandel macht auch vor dem Sport nicht Halt. Älter, weniger, bunter - diese Kurzformel beschreibt sehr gut, womit sich in den nächsten ...
Read more

Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und ...

Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie fördert die Arbeit der Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz e.V. durch einen ...
Read more

Landkreis Emsland - Ehrenamt - Senioren/Demografie

Umfassende Informationen rund um das Ehrenamt einschließlich der Anerkennungskultur (z.B. Ehrenamtskarte) finden sie hier auf den speziellen ...
Read more

Vierte Rethemer Zukunftskonferenz am 19. Oktober im ...

Rethem - Nach den erfolgreichen Rethemer Zukunftskonferenzen in vergangenen Jahren folgt nun die vierte Auflage. Am Sonnabend, 19. Oktober, von 14 bis 17 ...
Read more