Demographie und Gesundheit

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Information about Demographie und Gesundheit
News & Politics

Published on February 2, 2009

Author: Ole_Wintermann

Source: slideshare.net

Demographischer Wandel und Gesundheitsmarkt – „Wie viel Gesundheitsleistung bekommen wir zukünftig im Alter?“ Dr. Ole Wintermann Kiel, 2006

„Wer zweimal im Jahr nach Mallorca fliegt oder alle drei Jahre ein neues Auto kauft, kann auch 10.000€ für eine teure Herz-Operation aufbringen. Wer kein Herz hat, kommt nicht nach Mallorca.“ Prof. Neubauer, Universität der Bundeswehr München, Brand eins „Sie müssen sich zukünftig entscheiden: Gesundheit oder Auto“ Uwe Möller, Generalsekretär des Club of Rome 8. September 2006 Seite 2

Bevölkerungsentwicklung in Schleswig-Holstein 2003 -2050 -1 8 % Quellen: Landesregierung Schleswig-Holstein: Schleswig-Holstein im demographischen Wandel, Kiel, November 2005. 18. Mai 2006 Seite 3

Regionale Bevölkerungsentwicklung 2003 bis 2020 Wentorf bei HH 45,5 Osterrönfeld 26,6 El r u le a 24,7 Appen 15,2 Niebüll 15,1 -8,9 Rendsburg -9,1 Schleswig -10,3 Büchen -10,8 Trappenkamp -12,3 Altenholz -13 -8 -3 2 7 12 17 22 27 32 37 42 47 Quelle: Wegweiser der Bertelsmann Stiftung „Aktion Demographischer Wandel“. 18. Mai 2006 Seite 4

Alterstruktur in Schleswig-Holstein 2002-2050 Quellen: Zukunftsfähiges Schleswig-Holstein – Konsequenzen des demographischen Wandels, dsn, Juli 2004. 18. Mai 2006 Seite 5

Medianalter in Schleswig-Holstein im Jahr 2020 59,1 60 58,7 56,2 55,8 55,8 55 50 48,7 45,6 45,3 44,7 45 42,6 42,4 40 35 e) e nd l k sel itz en g n ein Kie bo bö se ur fe Sü ch öm ra st st La sb ns ha kir St ol Gr (O en re en en -H Fl Ah r rg ilig fe wig lt bu or Ka He es ks nd hl üc me Sc Gl Tim Quelle: Wegweiser der Bertelsmann Stiftung „Aktion Demographischer Wandel“. 18. Mai 2006 Seite 6

Generationenausgleich in der GKV Beitragseinnahmen Mitglieder Leistungsausgaben 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Allgemeine Krankenversicherung Krankenversicherung der Rentner Quelle: Statistisches Bundesamt, 2004 8. September 2006 Seite 7

Internationaler Vergleich der Gesundheitsausgaben Gesundheitsausgaben in % des BIP 15,0% 13,2% 11,1% 10,3% 10,1% 9,9% 9,4% 9,0% 9,2% 8,8% 8,6% 8,4% 8,3% 8,0% 8,0% 7,7% 7,7% 7,5% 7,4% 6,9% Frankreich Deutschland Italien Spanien Schweden Norwegen Finnland Dänemark UK USA 1993 2003 Quelle: OECD 8. September 2006 Seite 8

Beitragsentwicklung in der GKV 1970 - 2005 (Jahresdurchschnitt in Prozent) 16 14 12 10 Prozent 8 6 4 2 0 1970 ´73 ´76 ´79 ´82 ´85 ´88 ´91 ´94 ´97 2000 ´03 Beitragssatz West Beitragssatz Ost und West Quelle: BMG, 2006 8. September 2006 Seite 9

Zukünftige Entwicklung des GKV-Beitragssatzes Quelle Prognose- Beitrags- zeitraum höhe Birg 1999 i.V. m. Birg etz al. 1998 2035 22% Dudey 1993 2030 26% Knappe 1995 2030 25% Erbsland/Wille 1995 2040 15-16% Buttler/Fickel/Lautenschlager 1999 2040 18-19% DIW 2001 2040 34% Hof 2001 2050 17-19% Quelle: Schlussbericht Enquete-Kommission, Drucksache 14/8800, 2002 8. September 2006 Seite 1 0

Ausgangslage des öffentlichen Haushaltes Schleswig-Holstein Quelle: Seitz/Petersen/Wintermann, 2006. 23.August 2006 Seite 1 1

Beurteilung verschiedener Lösungsvorschläge - I Gesunde unterstützen Kranke Junge unterstützen Alte Alleinstehende unterstützen Familien Einkommensstarke unterstützen -schwache 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% vollkommen gerecht überwiegend gerecht überwiegend ungerecht vollkommen ungerecht weiß nicht Quelle: Gesundheitsmonitor, 2005. 8. September 2006 Seite 1 2

Beurteilung verschiedener Lösungsvorschläge - II Alle Einkommensarten werden einbezogen Auch Selbständige, Beamte und Gutverdiener müssen in die GKV Jeder Erwachsene zahlt den gleichen Beitrag 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100 % vollkommen gerecht überwiegend gerecht überwiegend ungerecht vollkommen ungerecht weiß nicht Quelle: Gesundheitsmonitor, 2005. 8. September 2006 Seite 1 3

Beurteilung verschiedener Lösungsvorschläge - III 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% höhere Zuzahlungen ** Übernahme z.B. von 500 € gesonderte Versicherung ** unter 600 EUR bis 799 EUR bis 999 EUR bis 1299 EUR ab 1300 EUR insgesamt Quelle: Gesundheitsmonitor, 2005. 8. September 2006 Seite 14

Beurteilung verschiedener Lösungsvorschläge - IV 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% ng n P ** ... ge DM rs lte tu un ke at ha st el üc e er eg tb sr en bs sr ag nu st l i tr Se Ko Bo Be unter 600 EUR bis 799 EUR bis 999 EUR bis 1299 EUR ab 1300 EUR insgesamt Quelle: Gesundheitsmonitor, 2005. 8. September 2006 Seite 1 5

Lösungsvorschläge für eine GKV/SPV-Reform - Einnahmen- und Ausgabenrelevanz -  Verbreiterung der Bemessungsgrundlage  Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze  Erweiterung des versicherungspflichtigen Personenkreises  Veränderung der Beitragssystematik  Schaffung von Anreizsystemen  Beschränkung auf das Notwendige  Zusatzversicherungen 8. September 2006 Seite 1 6

Was tun unterschiedliche Altersgruppen bevorzugt für die Erhaltung ihrer Gesundheit? 18-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 Vorbeugende ärztliche Kontrollen durchführen lassen 32% 47% 54% 63% 67% 67% Mich viel an der frischen Luft aufhalten 45% 55% 61% 64% 82% 82% Wandern, Spazieren gehen 32% 45% 52% 60% 70% 66% Sport und Gymnastik treiben 51% 46% 40% 40% 44% 37% Für ausreichend Schlaf und Entspannung sorgen 62% 58% 62% 69% 82% 86% Mäßig oder keinen Alkohol trinken 64% 69% 72% 73% 81% 89% Nicht Rauchen 56% 63% 64% 70% 78% 83% Mich gesund ernähren 58% 64% 69% 75% 86% 89% Quelle: Gesundheitsmonitor, 2005. 8. September 2006 Seite 1 7

Prävention Mich gesund ernähren Nicht Rauchen Mäßig oder keinen Alkohol trinken Für ausreichend Schlaf und Entspannung sorgen Sport und Gymnastik treiben Wandern, Spazieren gehen Mich viel an der frischen Luft aufhalten Vorbeugende ärztliche Kontrollen durchführen lassen 0 0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 29-18 59-50 79-70 30-39 40-49 60-69 Quelle: Gesundheitsmonitor, 2005. 8. September 2006 Seite 1 8

Lösungsvorschläge für eine GKV/SPV-Reform - Prozesse/Strukturen -  Synergiepotenziale: – Schnittstellen ambulant/stationär und GKV/SPV – Transparenz über Qualität – DNS/Medikamentenverträglichkeit – Ärztewahl – Elektronische Patientenkarte  Prävention  Mitbestimmung der Patienten; Quotierung für junge Menschen  Transparenz über internationalen Gesundheitsmarkt sowie Kosten  Förderung einer „Pflegekultur“  Unterstützung von Familien 8. September 2006 Seite 1 9

Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gesundheitsbereich Quelle: IAT, 2004 23.August 2006 Seite 20

Handlungsoptionen für die Kommunen  Runde Tische  Koordinator von Anbieter/Angebot und Nachfrager/Nachfrage - Soziale Dienstleistungen - Unterstützung privater Pflegetätigkeit - Vereinbarkeit von Pflege und Beruf  Bildungsberatung  Schnittstellen zwischen Alt und Jung (Schule, Betreuung)  Umstrukturierung der Wirtschaftssektoren  Wohnumfeldanpassung, Schaffung neuer Wohnformen 23.August 2006 Seite 2 1

Strategien zur Entwicklung von Gesundheitsregionen - Schleswig-Holstein ist bereits best-practice -  Höchster Anteil der Beschäftigten im Gesundheitswesen  Know-how Entwicklung in den Regionen  Gesundheitswesen als Exportgut  Ausbau von Forschungs- und Entwicklungsangeboten  Perspektiven für Kur- und Heilbäder in neuen Geschäftsfeldern  Neue Verzahnungen zwischen stationären und ambulanten Rehabilitationsdienstleistungen; Medical-wellness  Ausbau der gesundheitsbezogenen Erlebnisangebote  Vermarktung durch eine gemeinsame Marketingstrategie 23.August 2006 Seite 22

Ausblick/ Leitfragen  Gesundheit als wertgeschätztes Gut und nicht als Anspruch  Vor welchem Hintergrund erfolgt die Bewertung der Reformen?  Was ist uns ein Menschenleben in Zukunft noch wert - Rationierung vs. Rationalisierung? - Pflege im billigen Ausland? - Sterbehilfe/300 Tsd. Abtreibungen  Verteilungskonflikt - Jung/Alt - Stadt/Land - eigenverschuldet krank/präventiv aktiv - hohe/geringe Einkommen  Differenzierung der GKV/SPV-Leistungen nach Kindern  Ab wann stimmen die Jüngeren mit den Füßen ab? 8. September 2006 Seite 23

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